Competence meets Innovation

Gründungsunterstützung HZDR Innovation GmbH
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  7. Gründungsunterstützung HZDR Innovation GmbH

Worum es geht

Competence meets innovation

Ein Transferunternehmen zur wirtschaftlichen Verwertung von Forschungsergebnissen und Forschungsinfrastruktur – das war die gemeinsame Vision des Helmholtz Zentrum Rossendorf und der GWT-TUD. Die Gründungsidee war geboren und ein zum Zeitpunkt der Gründung einzigartiges Unternehmens-Konstrukt innerhalb der deutschen Helmholtz-Gemeinschaft wurde errichtet: Nicht nur die Technologien, auch das Geschäftsmodell für die HZDR Innovation GmbH ist innovativ. Im Jahr 2011 entstand damit die erste wirtschaftliche Transfer-Tochter einer Helmholtz-Einrichtung in Deutschland. Aufgrund des Erfolges dieser ersten Ausgründung eines Helmholtz Zentrums auch als Gesellschafter wird dieses Konstrukt versucht zu wiederholen.

Die Gründungsidee geht ins Jahr 2007 zurück. Im Zuge der sich konkretisierenden Umsetzungsplanungen unterstützte die GWT-TUD maßgeblich bei der Lösung des Beteiligungsproblems. Herausforderung für die Umsetzung waren die Regularien des Bundesministeriums für Bildung und Forschung. Diese erlauben die Beteiligung an Transfergesellschaften nur mit 25% Beteiligung. Das Ergebnis: Die Gründung der HZDR Innovation GmbH erfolgte gemeinsam mit der GWT-TUD, wobei diese die notwendigen 75% der Beteiligung übernahm sowie ihre Expertise für den Forschungs- und Wissenschaftstransfer beisteuerte und die perfekten Rahmenbedingungen und Infrastruktur bot. „Der Mehrwert der GWT-TUD ist auf vielen Ebenen sichtbar. Positiver Effekt war zudem der Einbezug der Services über den Geschäftsbesorgungsvertrag, so dass dies nicht neu aufgebaut werden musste.“, erklärt Beate-Victoria Ermisch, Geschäftsführerin der GWT-TUD GmbH.

 

Gründungsprozess durch die GWT-TUD

Vision eines Transferzentrums

Die wissenschaftlichen Ideen, das Vorhalten der Großgeräte sowie die Kunden steuerte das Helmholtz Zentrum Dresden Rossendorf bei. Vor allem die Schnelligkeit und Flexibilität in diesem Prozess der Gründung war einzigartig - bis zur tatsächlichen Gründung verging lediglich ein halbes Jahr. Die Vision des Transferzentrums entstand aus den Anfragen von immer mehr Unternehmen aus der freien Wirtschaft, welche die Anlagen und Strahlzeiten an den Großforschungsanlagen in Rossendorf nutzen wollten.

Dr. Björn Wolf, Geschäftsführer der HZDR Innovation GmbH, betont, dass sich die Ausgründung ebenso betriebswirtschaftlich bewährte. „Priorität hat natürlich immer die Forschung“, so Björn Wolf. Neben der Aufbesserung des  Forschungsetats verbesserte das Helmholtz Zentrum Dresden Rossendorf den Auslastungsgrad an den installierten Großanlagen. Der Vorteil für die Industrie liegt wiederum darin, dass im Rossendorfer Helmholtz-Zentrum der Strahlenschutz vorhanden ist, welcher für die Industrie in den eigenen Räumlichkeiten schwer vorhaltbar ist.

Personalie als Gründungselement

Perfekte Verbindung von Forschergeist und Unternehmertum

Ein wesentliches Element des Gründungserfolges, sieht Beate-Victoria Ermisch darin, dass immer lösungsorientiert gedacht und gearbeitet wurde - die Vision vom Transferzentrum ist eine gemeinsame Entwicklung. Zu Beginn des Prozesses herrschte Skepsis über den Nutzen: Wozu wird diese wirtschaftliche Ausgründung überhaupt benötigt? Mit den Erfolgen wandelte sich diese Meinung im Verlauf des Prozesses. Im Jahr 2018 existieren zum Beispiel regelmäßige gemeinsame Meetings zur strategischen Ausrichtung, zu Planungen und Konzeptionen. Zusätzlich wurden im wissenschaftlichen Umfeld industrielle Strukturen, wie die Implementierung eines Qualitätsmanagementsystems, etabliert und innerhalb der letzten fünf Jahre wesentlich kürzere Reaktionszeiten bei maschinellen Ausfällen erreicht.

Für Beate-Victoria Ermisch ergibt sich die Erfolgsgeschichte auch aus einer außergewöhnlichen Personalie: „Im Falle der Gründung der HZDR Innovation existierte in der Person von Professor Kolitsch die perfekte Verbindung von Forschergeist und Unternehmertum“. Der Geschäftsführer für die Ausgründung kam aus den Reihen der Forscher und Wissenschaftler, denn essentiell für diese Aufgabe ist die vorhandene Expertise. Aber es muss auch der Geist vorhanden sein, etwas auszuprobieren. Der Mut, den Schritt zu wagen und genügend Neugierde aufzubringen. „Uns lehrte der Prozess, dass der Erfolg nicht nur vom Leistungsgedanken, sondern auch vom Typus der beteiligten Personen her betrachtet werden muss“, charakterisiert Beate-Victoria Ermisch die Erfahrungen im Rahmen der Gründung.

Erfolge

Sonderpreis Technologie-Transferwettbewerb wissen.schafft.arbeit

Im Mai 2013 wurde das Helmholtz Zentrum Dresden Rossendorf für seine HZDR Innovation GmbH mit dem Sonderpreis des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst (SMWK) beim Finale des bundesweiten Technologie-Transferwettbewerbes wissen.schafft.arbeit der TU Chemnitz ausgezeichnet. Der mit 5.000 Euro dotierte Preis würdigt die HZDR-Ausgründung als herausragenden Technologietransfer mit besonderem Entwicklungspotenzial.

Exkurs

Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren e.V.

Die Helmholtz-Gemeinschaft hat die Aufgabe, langfristige Forschungsziele des Staates und der Gesellschaft zu verfolgen und die Lebensgrundlagen des Menschen zu erhalten und zu verbessern. Dazu identifiziert und bearbeitet sie große und drängende Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch strategisch-programmatisch ausgerichtete Spitzenforschung in sechs Bereichen. In der Gemeinschaft haben sich 18 naturwissenschaftlich-technische und medizinisch-biologische Forschungszentren zusammengeschlossen. Mit mehr als 39.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und einem Jahresbudget von 4,5 Milliarden Euro ist die Helmholtz-Gemeinschaft die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands.

Ansprechpartner

Haben Sie Fragen oder Anregungen? Treten Sie gern in persönlichen Kontakt mit uns. Wir freuen uns auf Sie.

Beate-Victoria Ermisch

Geschäftsführerin GWT-TUD GmbH

Dr. Björn Wolf

Geschäftsführer HZDR Innovation GmbH