Neue Technologien zur HANNOVER MESSE 2011 vorgestellt
Weltweit einzigartiger Marktplatz für Technologietransfer und Technologieverwertung
Am vergangenen Freitag ist die HANNOVER MESSE 2011 mit der besten Bilanz seit zehn Jahren zu Ende gegangen.
Mit 230 000 Besuchern konnte die HANNOVER MESSE einen deutlichen Besucherzuwachs gegenüber dem Vergleichsjahr 2009 vorweisen. Geprägt von hoher Internationalität und einer größeren Entscheiderdichte bot die HANNOVER MESSE 2011 beste Voraussetzungen für Geschäftsabschlüsse und den Ausbau weltweiter Kontakte.
Unter dem Motto "Smart Efficiency" präsentierten sich mehr als 6.500 Unternehmen aus 65 Ländern. Entwicklungen zu den Themen Energie und Automation waren dabei besonders stark nachgefragt.
Auch die GWT war mit ihrem Fachbereich der Sächsischen Patentverwertungsagentur (SPVA) vor Ort vertreten. Zahlreiche Fachbesucher nutzten die Gelegenheit sich über schutzrechtliche Sicherung und die wirtschaftliche Verwertung von Forschungsergebnissen zu informieren.
Am Gemeinschaftsstand des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) präsentierte die SPVA zwei technologische Neuheiten der Technischen Universität Chemnitz im Rahmen der Verwertungsoffensive signo-Hochschule.
Anhand eines Demonstrators wurde eine neuartige Gleitförderkette aus Kunststoff, die durch spezielle, endlosfaserverstärkte Einlegeteile in den Kettengliedern Antriebsenergie spart und gleichzeitig eine sehr lange Lebensdauer hat, vorgestellt. Die zum Patent angemeldete Förderkette ist leiser und leichter als Stahlketten, muss nicht geschmiert werden und lässt sich wesentlich wirtschaftlicher herstellen. Gleichzeitig kann durch die integrierte Verstärkungsstruktur die Zugfestigkeit und Steifigkeit gegenüber herkömmlichen Kunststoffketten entscheidend erhöht werden. Zudem wird Antriebsenergie eingespart, da längere Förderstrecken mit weniger Antrieben realisiert werden.
Bei der zweiten Entwicklung handelte es sich um ein Sportgerät mit anisotropem Koppeleffekt. Für die speziellen Ansprüche von Snowboardern und aufgrund der unterschiedlichen Einsatzbereiche eines Snowboards benötigt das Sportgerät genau abgestimmte Eigenschaften. Daher wurde bei dem vorgestellten Snowboard der Lagenaufbau so gestaltet, dass sich die Kante beim so genannten Boardslide, bei dem der Sportler - beispielsweise mit einer 90°-Drehung - auf einen Geländerhandlauf springt und diesen entlang rutscht, vom Handlauf abhebt und somit signifikant das Sturzrisiko minimiert wird. Analog dazu drückt sich die Kante bei der Kurvenfahrt in den Schnee, was zur Folge hat, dass sich der Kantendruck beim Carven erhöht und die Boardkontrolle erheblich verbessert wird.
Von der Innovationskraft der sächsischen Universitäten und Forschungseinrichtungen überzeugte sich auch die sächsische Wissenschafts- und Technologieministerin, Sabine von Schorlemer. Bei ihrem Messebesuch am Donnerstag, dem 07.04.2011 stand vor allem die Vermittlung möglicher neuer Partner für die sächsische Forschung und Entwicklung im Fokus ihres Rundgangs.
Am Stand der SPVA informierte sich Sachsens Wissenschafts- und Technologieministerin, Sabine von Schorlemer über die vorgestellten Neuentwicklungen der Technischen Universität Chemnitz. Im gemeinsamen Gespräch mit den Erfindern sowie Beate-Victoria Ermisch, Leiterin der SPVA, stellte man fest, dass die innovativen Ideen der sächsischen Forschungseinrichtungen einen entscheidenden Wettbewerbsfaktor für einen wissensbasierten Technologiestandort darstellen.
Die SPVA als Bereich der GWT präsentierte sich in diesem Jahr bereits zum sechsten Mal auf der Hannover Messe. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht dabei die kommerzielle Verwertung der gemeldeten Erfindungen von Sächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Das Leistungs- und Serviceangebot reicht dabei von der Bewertung einer Erfindung bezüglich der Vermarktungschancen, über die Ausarbeitung einer Verwertungsstrategie bis hin zum Marketingkonzept und der Kunden- und Herstellersuche.
„Für eine wirksame Vermarktung des hohen Forschungspotenzials an sächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen ist es nicht nur wichtig ein Patent zu lizensieren oder zu verkaufen, sondern Unternehmen aktiv über deren Entwicklungsarbeit zu informieren. Die Präsentation im Rahmen der HANNOVER MESSE ist dabei für uns ein Baustein um eine hohe Verwertungsquote zu erreichen.“ so die Leiterin der SPVA, Beate-Victoria Ermisch.
Presse-Kontakt:
Beate-Victoria Ermisch
Leiterin der Sächsischen PatentVerwertungsAgentur und Prokuristin der der GWT
Telefon 0351 8734-1568
E-Mail beate.ermisch(at)GWTonline.de