GWT forschung + innovation

Minister Morlok in Moskau

Kooperationsverträge zu Pilotvorhaben unterzeichnet

Sächsisches Know-how ist auch in der russischen Luftfahrtindustrie gefragt. In Moskau konnten am 21.10.2010 im Beisein von Wirtschafts-, Arbeits- und Verkehrsminister Sven Morlok (FDP) und dem Präsidenten der United Aircraft Corporation UAC Alexej Fedorov gleich zwei Verträge unterzeichnet werden.

„Die Zusammenarbeit zwischen Sachsen und der UAC ist für uns von großer Bedeutung“, so Wirtschaftsminister Morlok beim letzten Termin seiner viertägigen Russlandreise. „Die Entwicklung innovativer Technologien für die russische Luftfahrtindustrie ist eine große Herausforderung für beide Seiten. Wenn wir heute die ersten konkreten Verträge als Ergebnis der gemeinsamen Arbeit unterzeichnen, ist das ein wichtiges Signal für alle beteiligten Partner.“ 

Im Auftrag der UAC wird die GWT-TUD GmbH eine Technologie zum Einsatz in einem Antriebssystem mit Brennstoffzellen als Energiequelle für die Luftfahrt entwickeln und die Zweckmäßigkeit experimentell nachweisen. Die Arbeiten sollen bereits Anfang November beginnen. Ziel ist es, auf der internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung MAKS im August 2011 in Moskau die Technologie mit dem Flug eines unbemannten Flugzeuges zu demonstrieren. 

Der zweite Vertrag wurde zwischen der UAC und dem Fraunhofer-Institut für zerstörungsfreie Prüfverfahren IZFP geschlossen. Mit einer Machbarkeitsstudie soll geklärt werden, ob das vom IZFP entwickelte Verfahren zum Korrosionsschutz sich für die von UAC verwendeten Materialien eignet. Ziel des Pilotprojektes „Anti-Korrosionsbeschichtung durch Nano-Diamanten“ ist es, bessere Materialien und Technologien für den Korrosionsschutz, beispielsweise hinsichtlich der Schutzdauer, der Verringerung der Reibung, der Vereisung und dem Gewicht der Korrosionsbeschichtung, zu entwickeln.

Bereits im Dezember 2009 wurde die Zusammenarbeit der russischen und sächsischen Luftfahrtindustrie in Moskau mit einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem SMWA und UAC besiegelt. Seitdem arbeiten russische und sächsische Unternehmen und Forschungseinrichtungen im Rahmen der Arbeitsgruppe „UAC-Sachsen" an gemeinsamen Projekten. Ko-Vorsitzende dieser Arbeitsgruppe sind Herr Dr. Kargopoltsev (Direktor des Forschungs- und Entwicklungszentrums des UAC) und Herr Muth (Managing Director ASIS).

Zurzeit werden noch weitere sieben Themen mit hoher Priorität bearbeitet, dabei sind 12 sächsische Firmen und 6 Institute fest in die Projekte eingebunden. Von russischer Seite wirken namhafte Institute und Firmen wie u.a. die Lomonossov-Universität, das NIAT, CIAM und Rosvertol mit.

Quelle http://www.medienservice.sachsen.de/

 

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