Praxisforum „Technisches Design im Maschinenbau“ zeigt Lösungen
Mehr als 120 Gäste kamen zum Praxisforum „Design“ in Neukirch/ Lausitz
Jens Krzywinski (ZfTD) informiert über Designlösungen im Maschinebau
Frank Drechsel (ZfTD) im Gespräch mit Gästen am Ausstellungsstand der GWT
Prototyp des beweglichen Werkzeugträgers im Maßstab 1:10
Unter dem Motto „Wettbewerbsvorsprung durch Design“ trafen sich vergangen Donnerstag, den 29. April 2010, über 120 Maschinen- und Anlagenbauer, Industriedesigner sowie Fachleute aus Forschungs- und Entwicklungsunternehmen zum Praxisforum „Technisches Design im Maschinenbau“ bei der Firma Käppler & Pausch in Neukirch/Lausitz.
Dass Maschinen funktionieren müssen ist selbstverständlich. Aber auch gutes Design beeinflusst zunehmend die Kaufentscheidung und ermöglicht eine Differenzierung zu Wettbewerbsunternehmen. Eine frühzeitige Integration von Design in die Produktentwicklung ermöglicht eine fertigungsgerechte Gestaltung und muss nicht an Kosten scheitern.
Dieser Denkansatz wurde im Rahmen der Veranstaltung durch die Referenten bestätigt. Neben Praxisbeispielen für gelungene, funktionsorientierte Integration von Design im Maschinenbau wurden den Besuchern ebenso wertvolle Strategien und Methoden zur Förderung des Produktentwicklungsprozesses aufgezeigt.
Auch Jens Krzywinski vom Zentrum für Technisches Design der TU Dresden (ZfTD) verdeutliche in seinem Vortrag, dass „Design mehr als die Form ist“. Zum Thema Designlösungen hatte er ein praxisnahes Beispiel mitgebracht. Gemeinsam mit der GWT präsentierte er den Prototyp (1:10) eines beweglichen Werkzeugträgers auf Basis eines Radladers und sorgte damit für anregende Gespräche am Ausstellungsstand.
Die Grundlage für die Entwicklung des Werkzeugträgers bildete dabei der vom deutschen Technischen Hilfswerk (THW) eingesetzte Radlader mit austauschbaren Greifarmen. Bei der bisherigen Variante waren jedoch die Umrüstzeiten für den Zusatzarm sehr lang, der Arbeitsarm bestand aus zu vielen einzeln beweglichen Gliedern und zudem war die Standsicherheit des Radladers bei aufgerichtetem Hubgerüst problematisch. Das neue Lösungskonzept überzeugt hingegen durch einen schnellen Austausch und eine hohe Vielseitigkeit an einsetzbaren Werkzeugen sowie durch eine hohe Reichweite des Greifarmes und Standfestigkeit mittels frontwärtig ausfahrbarer, hydraulischer Stützen.
Derzeit führt die GWT mit verschiedenen Baumaschinenherstellern Gespräche zur Verwertung des neuen Konstruktionsentwurfes. Interessenten für den praktischen Einsatz des Werkzeugträgers gibt es bereits im Bereich von Bau- sowie Garten- und Landschaftsbetrieben als auch für Bergungs- und Räumgeräte der Feuerwehr, Armee oder des THW.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an unseren Innovationsmanager Jens Voigt von der SPVA:

Jens Voigt
Jens Voigt
Tel.: +49 351 8734 1725
Mail: Jens.Voigt(at)GWTonline.de
Web: www.spva.de