GWT forschung + innovation

12.10.09

Licht und Beton - eine außergewöhnliche Verbindung für Stil und Form

Messe NordbauInnovationsmanager Jens Voigt präsentierte auf der NordBau, einer internationalen Baumesse, einen neuartigen lichtdurchlässigen Beton. Gemeinsam mit dem Unternehmen BetonMarketing Nord entwickeln Voigt und sein Team Strategien zur Vermarktung des innovativen Produkts:

Einmal im Jahr präsentiert die NordBau, eine internationale Baumesse, Produkte und Dienstleistungen rund ums Bauen. Die Messe ist Treffpunkt für Vertreter aus Industrie, Handwerk, Baustoffhandel, Wohnungsunternehmen sowie von Kammern, Verbänden oder Baubehörden. 75.000 Besucher nutzen jährlich die NordBau, um sich über die neuen Entwicklungen in der Baubranche zu informieren. Zu den rund 900 Ausstellern gehörte in diesem Jahr auch die Sächsische PatentVerwertungsAgentur der GWT. Gemeinsam mit der BetonMarketing Nord stellte Innovationsmanager Jens Voigt der Fachwelt dort einen an der TU Dresden entwickelten transluzenten Beton vor. Jens Voigt: „Wenn sich gegensätzliche Eigenschaften verbinden, verheißt das kreative Spannung. Diese entsteht beispielsweise, wenn Beton zu einem lichtdurchleuchteten Werkstoff wird.“

Was ungewöhnlich klingt, nennt sich in der Fachwelt transluzenter Beton und setzt sich immer häufiger in hochwertiger Architektur und im Design leuchtend in Szene. Damit durch Beton Licht fallen kann, wird dieser mit speziellen Fasern durchzogen. Die Fasern leiten das Licht –  Sonnen- oder Kunstlicht – nahezu verlustfrei durch das zuvor blickdichte Material. Dabei verbinden sich Beton und Fasern so gut miteinander, dass aus den beiden unterschiedlichen Materialien ein neuer, ‚lichter’ Werkstoff entsteht, der sich sogar an seiner Oberfläche als glatt erweist. Bislang kommt transluzenter Beton vor allem in Form von Fassadenelementen zum Einsatz und erhellt dort – wie die bisher auf dem Markt befindlichen Produkte – als Fläche. An der Technischen Universität Dresden ist nun eine neue Generation von lichtdurchlässigem Beton erforscht und entwickelt worden: Mit Hilfe von speziell angefertigten Matrizen werden hier die lichtleitenden Fasern so in den Beton eingebracht, dass sie dem Betrachter individuell als Muster oder sogar Bild entgegenstrahlen.

Jens Voigt und sein Team haben die Patentierung des neuen leuchtenden Betons begleitet und entwickeln nun gemeinsam mit dem Unternehmen BetonmarketingNord Strategien zu dessen Vermarktung. „Zur Zeit stehen wir mit verschiedenen Unternehmen in Kontakt, damit wir das Produkt möglichst schnell dem Markt erschließen können“, so Jens Voigt. In der Dresdener Weiterentwicklung des lichtdurchlässigen Betons erkennt der Innovationsmanager ein Gestaltungselement mit großem Potenzial für hochwertige Architektur. So könnte transluzenter Beton an Wänden oder Fußböden von Innenräumen, im Außenbereich als wegweisende Lichtquelle auf Gehwegplatten, an Sitzgruppen oder Säulen Licht spenden. Jens Voigt: „Die Einsatzmöglichkeiten sind so vielfältig wie die Nutzung von gewöhnlichem Beton, denn Stabilität und Festigkeit des Materials bleiben auch beim transluzenten Werkstoff uneingeschränkt erhalten.“                 

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