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14.12.10

Innovative Ideen über das Patent zur Marktreife führen

Die Sächsische PatentVerwertungsagentur - SPVA - bietet den Sächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen ein prall gefülltes Servicepaket bei der Verwertung ihrer Erfindungen. Dabei fokussiert sie sich auf die Bereiche Werkstoffe und Materialien, Energie, Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik,  Medizin und Medizintechnik sowie  Biotechnologie.

 

Woran erkennt man eigentlich eine gute Erfindung und wie lässt sich daraus ein Patent machen? Mit diesen Fragestellungen beschäftigt sich seit nunmehr acht Jahren die Sächsische PatentverwertungsAgentur, kurz SPVA. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit steht dabei die kommerzielle Verwertung der gemeldeten Erfindungen von Sächsichen Hochschulen und Forschungseinrichtungen.

„Unser Leistungs- und Serviceangebot reicht von der Bewertung einer Erfindung bezüglich der Vermarktungschancen, über die Ausarbeitung einer Verwertungsstrategie bis hin zum Marketingkonzept und der Kunden- und Herstellersuche“, so die Leiterin der SPVA, Beate-Victoria Ermisch. Insbesondere Letzteres - aktiv auf die potenziellen Unternehmen zuzugehen - ist dabei der Schüssel zum Erfolg, nicht nur um ein Patent zu lizensieren oder zu verkaufen. Noch wichtiger ist es, dass Unternehmen vom hohen Forschungspotenzial an sächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen wissen und dass durch dieses Wissen langfristige Forschungskooperationen entstehen.    
Ein Großteil der Erfindungsmeldungen aus den sächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen landen jedes Jahr auf dem Schreibtisch der SPVA. Und die Bilanz 2010 kann sich sehen lassen. Durch  den  marktgetriebenen Fokus liegt die Verwertungsquote im zweistelligen Bereich. Die erzielten Einnahmen kommen dabei ausschließlich den Hochschulen und Forschungseinrichtungen zu Gute. Die Unterstützung der Wissenschaftseinrichtungen durch die  sächsische Patentverwertungsagentur wird dabei vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und vom Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gefördert.

Zu den zahlreichen Projekten der SPVA  gehört unter anderen ein an der TU Dresden entwickeltes  Verfahren zur Herstellung von Formholz. Durch Wärme, Feuchtigkeit und Druck quer zur Faser entsteht aus dem zellulären Stoff Holz ein Baustoff mit einer hohen Tragfähigkeit. Dieser könnte zukünftig in vielen Bereichen der Bauindustrie als nachwachsender alternativer Baustoff zu Stahl und Beton eingesetzt werden.

In einem anderen Projekt wurde ein solar-hybrides Gas- und Dampf-Kraftwerk entwickelt, bei dem die in einem Solarturm erzeugte Wärme über ein Wärmeträgermedium, zum Beispiel Kohlendioxid, sowohl in den Gas- wie auch in den Dampfturbinenprozess eingekoppelt wird. Dadurch wird ein hoher Solarwärmeanteil im Hybrid-Prozess verbunden mit einem hohen Wirkungsgrad erreicht. Das Konzept der  Hybrid-Anlage stellt eine hohe Leistungsverfügbarkeit sicher.  

Professor Dr. Uwe Gampe, der die Professur für Thermische Energiemaschinen und –anlagen an der TU Dresden innehat und einer der Erfinder des solarbetriebenen Gas- und Dampfkraftwerkes ist, lobt die Zusammenarbeit mit der SPVA. „So können sich mein Team und ich uns auf die wissenschaftliche Arbeit konzentrieren, während Herr Dr. Mehner als Innovationsmanger der SPVA die Vermarktung vorantreibt.“

Um eine Erfindung zum erfolgreichen Produkt zu führen, ist die SPVA dabei manchmal selbst erfinderisch. „Denn“, so Beate-Victoria Ermisch, „gute Produktideen müssen begreifbar sein. Ein Konzept reicht da oft nicht aus, damit Kunden und Hersteller das zukünftige Produkt dahinter erkennen.“ Es ist wichtig, ein Modell oder Prototypen zu haben. So wurde zum Beispiel mit dem Zentrum für Technisches Design der TU Dresden ein Bergungsräumgerät, das die Funktionen von Bagger, Radlader und Kran in sich vereint, als Modell im Maßstab 1:10 gebaut. Dieses zeigt nun bei Messepräsentationen und anderen Kundengesprächen die Vorteile des neuen Konzepts auf einen Blick.“
Damit Innovationen nicht nur als Idee in einer Schublade verstauben, sondern erfolgreich am Markt landen, bietet die SPVA auch anderen Plattformen an, um Unternehmer und Erfinder zusammenzubringen. Mit der „PAVISION – Patente und Visionen“, die Mitte September erstmals zum Themen Energiekonzepte der Zukunft stattfand, schuf die SPVA ein Informationsforum für Industrie und Wissenschaft. „Unternehmen wissen zu wenig über die neuesten Innovationen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen wollen die Anforderungen der Industrie besser erfüllen“ so Dr. Thomas Porsche, Leiter der Entwicklungsabteilung von Vattenfall Europe Mining and Generation. Sein Fazit zur 1. PAVISON: „Eine insgesamt sehr gelungene Veranstaltung mit gespanntem Blick auf die Fortsetzung 2011.
Betrieben wird die SPVA durch die GWT-TUD GmbH, eine der größten privatwirtschaftlich organisierten, hochschulnahen Technologietransferdienstleister in Deutschland. Über das Angebot der Patentverwertungagentur hinaus übernimmt die GWT für Forschungseinrichtungen und Hochschulen sowie Wissenschaftler und Ärzte die professionelle Realisierung von Projekten mit der Industrie. Der Service reicht dabei von der Unterstützung in der Kundenbetreuung sowie der Vertragsgestaltung über die Projektorganisation bis hin zum Personalmanagement, der Materialbeschaffung und dem  Finance Management.
Für innovative Unternehmen agiert die GWT als externer  F&E Manager, in dem die GWT zur Lösung der unternehmerischen Forschungs- und Entwicklungsaufgaben Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen aus den sächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen sucht, in das Projekt einbindet und das Projektmanagement übernimmt.  

Hochschulen, Forschungseinrichtungen, Wissenschaftler und Unternehmen, die sich für das Leistungsangebot der SPVA interessieren und der GWT interessieren, können sich unter www.spva.de und www.gwtonline.de informieren.  

Presse-Kontakt:

Beate - Victoria ErmischBeate-Victoria Ermisch
Leiterin der Sächsischen PatentVerwertungsAgentur und Prokuristin der der GWT

Telefon  0351  8734-1568
E-Mail    beate.ermisch(at)GWTonline.de