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09.06.09

Bessere Lebensqualität für Patienten mit Diabetes Typ 2

Der international bekannte Diabetes-Experte Prof. Dr. Markolf Hanefeld, Direktor des Zentrums für Klinische Studien Dresden der GWT, stellt eine neue Behandlungsmethode für Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 in Aussicht. Diese verspricht eine deutlich verbesserte Einstellung des Blutzuckers, weniger Nebenwirkungen sowie eine Gewichtsreduzierung.

Weltweit leiden etwa 246 Millionen Menschen an Diabetes - Tendenz steigend. Die im Volksmund auch als Zuckerkrankheit bekannte Stoffwechselstörung ist durch dauerhaft erhöhte Blutzuckerwerte gekennzeichnet. Zu hoher Blutzucker schädigt langfristig Gefäße und Nerven, Herz- und Nierenfunktion, die Sehkraft sowie die geistigen Fähigkeiten. Möglichkeiten, den Blutzuckerspiegel zu senken, sind neben einer speziellen Diät und Bewegungstherapie auch Medikamente, wie das Insulin. Dieses ist für den Abbau des Blutzuckers verantwortlich. Bei Diabetikern wird es nicht oder in nicht ausreichender Menge produziert, beziehungsweise kann der Körper das selbstproduzierte Insulin nicht nutzen (Insulinresistenz). So wird die Insulingabe für viele Diabetiker lebensnotwendig. Eine optimale Einstellung des Blutzuckerspiegels ist in Hinblick auf die Spätschäden der Zuckerkrankheit ein Muss, wird aber nicht in jedem Fall erreicht. Außerdem kann es während einer Behandlung mit Insulin neben Unterzuckerungen (Hypoglykämien) auch zu einer deutlichen Gewichtszunahme kommen.

Prof. Dr. Markolf HanefeldDer international anerkannte Diabetes-Experte Prof. Dr. Markolf Hanefeld, Direktor des Zentrums für Klinische Studien Dresden der GWT, berichtete auf der diesjährigen Jahrestagung der Deutschen Diabetes-Gesellschaft in Leipzig über neuartige Behandlungsmethoden, die bei den Ursachen der Stoffwechselerkrankung ansetzen. Prof. Hanefeld: „Die vorhandenen Therapien behandeln Symptome und nicht ursächliche Mechanismen der Stoffwechselstörung. Ein neuer Ansatz liegt in der Nachahmung oder Verstärkung des körpereigenen Hormons, das bei der Regulierung des Blutzuckerstoffwechsels eine entscheidende Rolle spielt: das Darmhormon GLP-1. Dieses wird nach dem Essen von den Zellen der Dünndarmwand freigesetzt und stimuliert die Bauchspeicheldrüse, Insulin abzugeben. Zudem unterdrückt es die Ausschüttung des Hormons Glukagon, das den Zucker steigen lässt. Es gibt nun Substanzen, die die Wirkung des körpereigenen GLP-1 nachahmen oder dessen Wirkung verstärken.“

Für Prof. Hanefeld ist diese - an den Ursachen der Blutzuckerkrankheit angreifende - Methode ein ‚Hoffnungsschimmer am Horizont’. „Der Blutzuckerspiegel wird langfristig viel besser reguliert als mit den bisherigen Methoden“, so der Diabetes-Experte. „Außerdem müssen diese Substanzen viel seltener eingenommen werden.  Eine Überdosierung ist nicht möglich, weil die Wirkstoffe nur dann vom Körper genutzt werden, wenn der Blutzucker tatsächlich erhöht ist. Zudem bewirkt diese Therapie eine Gewichtsabnahme.“

Information/Kontakt:

 

Für den Dresdener Diabetologen ergibt dies in der Summe eine deutlich verbesserte Lebensqualität. Wer mehr zur neuen Diabetes-Therapie wissen will, kann sich beim Ärzte-Team von Prof. Hanefeld am Zentrum für Klinische Studien Dresden unter Telefon (0351) 440-591 oder -580 informieren oder per E-Mail unter hanefeld(at)gwtonline-zks.de.

Das Zentrum für Klinische Studien Dresden ist eine Einrichtung der GWT. Es entwickelt klinische Studien gemeinsam mit Unternehmen der Pharmabranche und führt diese durch.