AG Produkt- und Know-how-Schutz des VDMA hisst Flagge gegen Produktpiraterie
In einer im April 2010 veröffentlichten Umfrage des VDMA wurde deutlich, dass das Interesse an präventiven Schutzmaßnahmen gegen Produktpiraterie zwar gestiegen ist, verfügbare Produkte und Lösungen aber noch viel zu wenig im Einsatz sind. Knapp zwei Drittel der befragten Unternehmen sind von Produkt- oder Markenpiraterie betroffen. Der Schaden für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau beträgt 6,4 Milliarden Euro jährlich. Der durchschnittliche relative Umsatzschaden stieg um acht Prozent gegenüber der letzten Umfrage von 2008. Ein Umsatz in der aktuellen Schadenshöhe würde der Branche knapp 40.000 Arbeitsplätze sichern.
Dem will sich nun die AG Protect des VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.) stellen. Die AG Protect wird sich zunächst vorrangig um die Sensibilisierung und Unterstützung betroffener Unternehmen im Kampf gegen Produktpiraterie und Know-how-Diebstahl kümmern. In den beiden Arbeitskreisen „Marketing“ und „Innovation und Wirtschaftlichkeit“ sollen die Messeaktivitäten, Veranstaltungen und die Erstellung von praxisnahen Leitfäden koordiniert und umgesetzt werden. Weitere Schwerpunkte werden in der Begleitung und Initiierung von Forschungsaktivitäten sowie in der Interessensvertretung in der nationalen und internationalen Normung liegen.
Bereits zwanzig Unternehmen haben sich zur aktiven Mitgliedschaft in der Arbeitsgemeinschaft Produkt- und Know-how-Schutz (AG Protect) im VDMA entschlossen. Auch die GWT-TUD GmbH gehört zum Mitgliederkreis.
Auf der ersten Mitgliederversammlung am 14. Juni 2010 wählten die Mitglieder Henrik Stammer, Original1 GmbH, zum Vorstandsvorsitzenden. Oliver Winzenried, WIBU-SYSTEMS AG, wurde zum Stellvertreter gewählt. Weiterhin gehören dem Vorstand an: Alex Deitermann, Tailorlux GmbH, Volker Hahn, tesa scribos GmbH, Dr. Wolfgang Klasen, Siemens AG, Benno Scholze, IMS AG und Andreas Werner, GWT-TUD GmbH.
Weitere Informationen zur AG Protect finden Sie hier:
www.vdma.org/protect