Die Fabrik von Morgen
Beim 14. GWT Open House wurden Zukunftsvisionen der Fabrikplanung Wirklichkeit
Mehr als 50 Gäste nutzten am 22. Juni zum GWT Open House die Gelegenheit hinter die Kulissen der Professur Fabrikplanung und Fabrikbetrieb der TU Chemnitz zu schauen.
Das Team um Professor Dr. Egon Müller, Leiter der Professur, zeigte im Rahmen der Veranstaltung anwendungsreife Konzepte und Lösungen zum Management der Fabrik der nächsten Generation. Dabei liegt ein besonderer Fokus der Arbeit in der mittelstandsorientierten Bereitstellung von High-End-Lösungen, wie sie bisher nur in Großunternehmen ökonomisch einsetzbar waren. Ausschlaggebend für die Entwicklung von solchen wandlungsfähigen und flexiblen Fabrikstrukturen sind insbesondere zunehmend dynamischer und unkalkulierbarer werdenden Märkte. Den direkten industriellen Einsatz von wandelbaren und modularen Transportsystemen zeigten die Referenten Dr.-Ing. Lutz Klingbeil (PROCIM Systemtechnik GmbH) Prof. Dr.-Ing. Rolf Hiersemann (Hiersemann Prozessautomation GmbH) sowie Ullrich Trommler (CBS Information Technologies AG) in ihren Vorträgen zum Open House. Neben den Möglichkeiten zur Prozessoptimierung, Zeitersparnis und Gewinnerhöhung durch Product-Lifecycle-Management (PLM) wurde eine speziell auf zukünftige Prozessketten entwickelten Steuerungstechnik sowie Lösungen zur Automatisierung fabrikinterner Logistik vorgestellt.
Weitere Praxisbeispiele für optimierte Prozessketten in der Farbik der Zukunft bekamen die Gäste des Open House in der Forschungshalle sowie in der Experimentier- und Digitalfabrik (EDF) der Professur Fabrikplanung und Fabrikbetrieb zu sehen. Hier können mittelständische Industriepartner ihre eigene Fabrik in gemeinsamen Workshops mit der Professur entwickeln, visualisieren und erproben.
Die Partnerschaft der TU Chemnitz und GWT hat Tradition. GWT bietet als Generalunternehmer und Projektmanager Auftragsforschung und Entwicklungsprojekte für interessierte Unternehmen an und kooperiert bei der Leistungserbringung eng mit den Universitäten und außeruniversitäten Forschungseinrichtungen. „Geschwindigkeit, Professionalität und Vertrauen,“ so beschreibt Prof. Müller die Grundpfeiler der guten Zusammenarbeit zwischen GWT und seinem Forschungsbereich.